Neue SAP-Lösung ermöglicht Rechnungsstellung nach ZUGFeRD-Standard

Karlsruhe, 28.November 2013. Der Softwarehersteller intarsys consulting GmbH hat gemeinsam mit dem SAP-Servicepartner CaRD GmbH eine SAP-Lösung zur Erzeugung und Verarbeitung von Rechnungsdaten gemäß dem ZUGFeRD-Standard entwickelt. Das Add-on integriert sich in die SAP-Standard-Produkte R/3 bzw. NetWeaver und kann an jede Middleware angebunden werden. Auch der Betrieb als Standalone-Server mit SAP-Anbindung ist möglich.

Die neue Lösung konvertiert die bislang in SAP verwendeten Rechnungsformulare in ZUGFeRD-konforme XML-Daten und bettet diese in PDF/A-3-Dokumente ein, welche sich per E-Mail versenden lassen. Für die Pflege der Daten, den Versand und den Export der Rechnungen wird der SAP-Standard verwendet. „So gewährleisten wir eine nahtlose Integration in das SAP-System“, berichtet Dr. Bernd Wild, Geschäftsführer bei intarsys. „Die vollautomatische Verarbeitung von ZUGFeRD-Eingangsrechnungen ist ebenfalls Bestandteil unserer Lösung.“ Dazu werden die in PDF/A-3-Dokumente eingebetteten XML-Rechnungsdaten extrahiert und direkt in SAP importiert. „Ein zusätzlicher Vorteil ist die Möglichkeit, weitere von SAP erzeugte Dokumenttypen sowie individuelle Zusatzdaten ZUGFeRD-konform in die Rechnung einzubetten, diese qualifiziert elektronisch zu signieren und zu versenden“, erläutert Wild weiter.

Der elektronische Rechnungsversand über die Benutzeroberfläche SAP GUI, die Online-Benutzeroberfläche WebUI und die Verarbeitung als SAP-Job bilden nur einige der zahlreichen Möglichkeiten, wie sich die neue Lösung in SAP transparent nutzen lässt. Optional steht ein ausführliches Log zur Verfügung. Geplant sind weitere Features, etwa die ZUGFeRD-Integration in Lieferantenportale sowie ein Microsoft SharePoint mit SAP-Anbindung.

ZUGFeRD steht für „Zentrale User Guidelines für elektronische Rechnungen in Deutschland“. Das Format ermöglicht die durchgängige elektronische Verarbeitung von Rechnungen und gilt als neuer branchenübergreifender, deutschlandweiter Standard für alle digitale Rechnungen. Mit dieser Lösung können Prozesse medienbruchfrei gestaltet, elektronische Ablagevorgänge automatisiert sowie manueller Aufwand und Fehlerquoten deutlich reduziert werden. Dies ermöglicht erhebliche Einsparungen bei der Rechnungseingangs und -ausgangsverarbeitung – und das ohne den Einsatz teurer OCR-Software oder aufwändiger Prüfprozesse. Entwickelt wurde ZUGFeRD vom Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD), einem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Projektverbund unter Leitung der Arbeitsgemeinschaft für wirtschaftliche Verwaltung e. V. (www.ferd-net.de).

Über intarsys consulting
Der Softwarehersteller intarsys consulting GmbH ist auf sichere Softwarelösungen, Technologien für qualifizierte und fortgeschrittene elektronische Signaturen, Zeitstempel und Langzeitarchivierung mit PDF/A spezialisiert. Mit dem Fraunhofer Institut für Sicherheit in der Informationstechnik unterhält intarsys eine Entwicklungspartnerschaft für Lösungen zur Nachsignatur. Unter dem Slogan „smart secure signing“ bietet intarsys Signaturprodukte und -komponenten für alle gängigen Betriebssysteme vom Client über Server bis hin zu webbasierten Systemen an. Die moderne SOA-Architektur der intarsys-Produktreihe und die konsequente Verwendung internationaler Standards gewährleisten Flexibilität und Investitionssicherheit. intarsys ist im Vorstand der internationalen PDF Association vertreten und dort für die Bereiche eHealthcare, eInvoicing und eSignature verantwortlich. Als eines der Gründungsmitglieder von FeRD arbeitet intarsys verantwortlich an der technischen Entwicklung des Standards ZUGFeRD mit.
www.intarsys.de

Über CaRD
Der SAP-Servicepartner CaRD GmbH hat sich auf Dienstleistungen im SAP-Umfeld spezialisiert und bietet neben der klassischen Prozessberatung weitere Services im Bereich Implementierung, Projekt- und Testmanagement an. Eigene Beratungslösungen, Add-ons und Apps gehören ebenfalls zum Portofolio der CaRD GmbH. Neben den klassischen Kernprozessen im Umfeld von Logistik, Materialwirtschaft, Vertrieb, CRM und Finanzen bietet CaRD zusätzlich Unterstützung im Bereich von Variantenkonfiguration, Product Lifecycle Management, Dokumentenmanagement und Serialisierung an. Ergänzend berät CaRD seine Kunden gezielt in Projekten mit entsprechend spezialisierten Mitarbeitern, beispielsweise zu Support, Datenaustausch, Rechnungsverarbeitung, Output-Management, Betrieb und Migration.
www.card.de

intarsys stellt neues Release seiner Signatursoftware Sign Live! CC vor

Karlsruhe, 19. November 2013. Der Softwarehersteller intarsys consulting GmbH hat heute ein neues Release seiner Signatursoftware Sign Live! CC veröffentlicht. Mit Hilfe der Signaturanwendungskomponente (SAK) lassen sich qualifizierte und fortgeschrittene Signaturen in international standardisierten Signaturverfahren erstellen und prüfen. Die Version 6.1 ist gemäß Signaturgesetz herstellererklärt und bietet eine Reihe technischer Verbesserungen und neuer Funktionalitäten. So ist es zum Beispiel möglich, Dokumenten- und PDF-interne Zeitstempel nach dem PAdES-4-Standard über das Zeitstempel-Protokoll RFC 3161 interaktiv zu erstellen und auf ihre Gültigkeit zu überprüfen. Auch lässt sich nun das Timeout-Verhalten bei Online-Statusabfragen (OCSP) frei konfigurieren.

Sign Live! CC 6.1 enthält einen vollwertigen PDF-Client zum Ausfüllen und Signieren von PDF-Dokumenten und unterstützt den PDF/A-3-Standard. „Damit ist es möglich, Attachments an eine PDF-Datei anzuhängen“, berichtet Markus Schuster, Vertriebsleiter bei intarsys consulting, „ebenso lassen sich Dateien beliebiger Formate in das PDF-Dokument einbetten, etwa Metadaten oder XML-Dateien.“ Der Anwender könne das Dokument dann wie gewohnt signieren.

In punkto revisionssicherer Langzeitarchivierung stellt die Validierung nachsignierter Dokumente mit Hilfe der Evidence Records Syntax gemäß RFC 4998 eine wesentliche Neuerung von Sign Live! CC 6.1 dar. Zudem unterstützt die Software so genannte ArchiveValidationData-XML-Dokumente mittels TASP (TrustedArchive Service Protocol). Damit macht es Sign Live! CC möglich, nachsignierte Dokumente ebenso einfach zu verifizieren wie signierte Dokumente. „So kann zum Beispiel ein Richter oder Gutachter den Beweiswert eines nachsignierten Dokuments selbständig auf Basis kryptografischer Argumente nachvollziehen – unabhängig vom Anwender und ohne Zuhilfenahme eines Drittsystems“, erklärt Markus Schuster. Mit Hilfe von Sign Live! CC lässt sich einfach und schnell prüfen, ob Signaturen, die vor 2008 mit Schlüsseln der Länge 1024 Bit geleistet wurden, inzwischen erneuert wurden und weiterhin Beweiswert besitzen.

Auch Sign Live! CC scan support, eine Softwarelösung zum Signieren und Validieren eingescannter Dokumente und damit ein zentraler Bestandteil der Sign Live-Produktfamilie, hat intarsys weiterentwickelt. So wurde die Stichprobenprüfung von PDF-Dokumenten weiter verbessert und beschleunigt, was wiederum die Durchlaufzeit zur Signaturerstellung minimiert. Die jüngste Version Sign Live! CC scan support erfüllt damit die Anforderungen der Technischen Richtlinie TR-RESISCAN – BSI TR 01101 des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zum rechtssicheren, dokumentenersetzenden Scannen.

Das jüngste Release von Sign Live! CC unterstützt zudem in das Dokumenten-Management-System Alfresco. Damit bietet das Open-Source-DMS nun auch eine zertifikatsbasierte Signaturfunktion. Die Version 6.1 ist auf den gängigen Betriebssystemplattformen lauffähig und bereits für die aktuellen Betriebssystem-Versionen Windows 8, OpenSuse Linux 12.3, Ubuntu Linux 12.04 sowie Mac OS X 10.8 freigegeben. Ab dem 19.11.2013 ist Sign Live! CC 6.1 erhältlich. Partnern und Wartungsvertragskunden stellt intarsys die Software kostenfrei zur Verfügung.

Patientendaten ohne Medienbrüche signieren und absolut sicher online versenden – Elektronische Arztbriefe im PDF/A-Format

Schnellerer Transport und damit kurzfristige Verfügbarkeit wichtiger Patientendaten sowie einfaches Einbinden der Befunde in vorhandene Praxis- bzw. Krankenhausinformationssysteme ohne Medienbrüche − die Vorteile des elektronischen Arztbriefs gegenüber der konventionellen Befundübermittlung per Post oder Fax liegen auf der Hand.

Bereits vor der flächendeckenden Einführung der Telematikinfrastruktur wurden seitens der Industrie Lösungen entwickelt, wie sich der elektronische Datenverkehr zwischen den Leistungserbringern rechtssicher und strukturiert realisieren lässt. So setzt der Softwarehersteller intarsys consulting GmbH auf elektronische Arztbriefe im PDF/A-Format, die mit Hilfe der Signatursoftware Sign Live! CC sowie elektronischem Arztausweis (eHBA) signiert und dann automatisch per E-Mail über den sicheren Kommunikationskanal KV-Connect versendet werden.

Lesen Sie hier den ganzen Fachartikel aus Unternehmen Arztpraxis 2.2013